Was ist Loden? Eine kurze Geschichte des ersten Funktionsmaterials der Welt

Was ist Loden? Eine kurze Geschichte des ersten Funktionsmaterials der Welt

Kleidung aus Lodenwolle hat eine lange und faszinierende Geschichte, die in den majestätischen Alpen von Tirol, Österreich, beginnt.

Ursprünglich trugen nur Bauern dieses einzigartige Material. Der kaiserliche Erlass regelte nämlich ihre Kleidung, und die Bauern konnten nur zwischen Lodenwolle, Leinen oder Leder wählen. Die Idee dahinter war einfach: Die Menschen in den Hochalpen sollten in den harten, kalten Wintermonaten warm und trocken bleiben.
Die grob gewebten Fäden der Lodenwolle, die aus der Wolle der Bergschafe gewonnen wurden, wurden einem einzigartigen Walzverfahren unterzogen - einem Nassbehandlungsverfahren mit Hitze, Spannung und Seife, das den Stoff dichter machte und ihn um bis zu 66 % schrumpfen ließ. In den Augen vieler war dies das erste funktionelle Material überhaupt.


Doch zu Beginn des 19. Jahrhunderts war es ein Mann, der die Sichtweise auf Lodenwolle für immer verändern sollte: Erzherzog Johann, der Bruder von Kaiser Franz II. Es war Erzherzog Johann, der Bruder von Kaiser Franz II. Nach einer enttäuschenden Schlacht gegen die französischen Revolutionstruppen bei Hohenlinden im Jahr 1800 wurde er als Vertreter seines Bruders nach Tirol geschickt. Hier verliebte er sich in die Berge, ihre Menschen und ihre Kultur. Sogar ihre traditionelle Kleidung, insbesondere die Lodenwolle, wurde ihm ans Herz gelegt. Als er dann an den habsburgischen Hof in Wien zurückkehrte, erregte sein Kleidungsstil sowohl Misstrauen als auch Bewunderung. Es war schließlich eine Zeit der Romantik, und mit der Zeit wurde sein Stil immer beliebter.

Auch sein Neffe, der letzte Kaiser von Österreich, Franz Josef, lebte später praktisch in Lodenwolle. Erzherzog Johann war nicht nur ein Modeschöpfer, sondern wird auch heute noch als Anwalt des einfachen Volkes gefeiert.

Die Steiermark, in der er die meiste Zeit seines Lebens verbrachte, profitierte von vielen sozialen und industriellen Projekten, die der "Fürst von Steiermark" förderte. Heute sind Lodenwollstoffe aus den wenigen verbliebenen österreichischen Lodenwollfabriken wieder in Mode. Die Vorzüge der reinen Naturwolle wurden wiederentdeckt. Altes ist neu geworden, aber die Lodenwolle von heute ist immer noch nicht dieselbe wie die von vor Jahrhunderten. Durch den Einsatz besserer Techniken und luxuriöser Fasern von Merinoschafen, Alpakas oder Kaschmir hat sich die Qualität der Stoffe dramatisch verbessert. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit von Loden sind die ökologischen und gesundheitlichen Vorteile, die Loden im Vergleich zu synthetischen Materialien bietet.

Loden ist einfach ein Stoff, der mit dem alpinen Lebensstil harmoniert. Der echte Lodenstoff kann problemlos Generationen überdauern und sogar an die nächste Generation weitergegeben werden. Die Bilder hier stammen von der Lodenweberei Loden Steiner in Mandling, Österreich, und zeigen den Prozess vom Kardieren, Spinnen, Kettvorbereitung, Weben, Filzen und Endbearbeitung.

Loden in Schweden

Obwohl Lodenkleidung ihre Wurzeln in Österreich und den Alpen hat, ist sie aufgrund ihres hervorragenden Schutzes vor Kälte und Feuchtigkeit Teil der schwedischen Bekleidungskultur geworden. Vor allem in kalten und nassen schwedischen Wintern hat sich Lodenkleidung als zuverlässige und praktische Kleidungswahl erwiesen, auch wenn sie nicht die gleiche historische Verbindung zu Schweden hat wie beispielsweise Wollkleidung.


Tweed vs. Loden - Der Unterschied zwischen den Materialien

Im Vergleich zu Tweed hat Loden seine ganz eigene Geschichte und Verwendung. Loden hat seine Wurzeln in den Tiroler Alpen und wurde ursprünglich geschaffen, um den harten alpinen Wintern zu trotzen. Durch die Nassverarbeitung wird Lodenwolle dichter und besser isolierend, was sie zu einer hervorragenden Wahl für kalte und feuchte Klimazonen macht. Tweed hingegen stammt aus dem Vereinigten Königreich und ist vielseitiger einsetzbar, von formeller Kleidung bis hin zu legerem Landhausstil.

Tweed ist für seine raue und rustikale Textur bekannt, die ihm ein echtes ländliches Flair verleiht. Zu den Vorteilen von Loden gehören seine isolierenden Eigenschaften und seine Fähigkeit, Sie bei kaltem Wetter warm und trocken zu halten. Seine zeitlose und traditionelle Ästhetik ist in den Alpenregionen nach wie vor sehr beliebt. Tweed hingegen ist für seine Vielseitigkeit bekannt und eignet sich sowohl für die Stadt als auch für einen legeren Stil auf dem Land. Tweed hat einen legeren, aber anspruchsvollen Charakter. 

 

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